Montag, 2. September 2013

Chroniken der Unterwelt - City of Bones [FILM]

Obwohl eigentlich ein Literaturblog, soll die ein oder andere Literaturverfilmung nicht fehlen, vor allem weil ich auf City of Bones sehr gespannt war.
ACHTUNG: Diese Rezension ist voller Spoiler!

Clary ist ein ganz normales Mädchen, denkt sie. Als sie beobachtet, wie in einem Club ein Mord begangen ist, scheint sie die einzige zu sein, die in der Lage ist, die Mörder zu sehen. Zusätzlich beginnt sie, merkwürdige Zeichen zu malen, deren Bedeutung sie nicht kennt. Als ihre Mutter entführt und sie von einem Dämon angegriffen wird, weiß sie, dass sie kein normales Mädchen ist. Sie ist eine Schattenjägerin, dazu bestimmt, Dämonen zu töten, und ihre Mutter hat versucht, sie all die Jahre von dieser anderen Welt fern zu halten.

Meiner Meinung nach fängt der Film richtig gut an. Es wird Clarys gewöhnliches Leben gezeigt, doch der Besuch im Pandämonium ist ein prägender Einschnitt, von dem sie sich nie ganz erholen wird. Es folgen einige wirklich spannende Actionszenen, mit denen man wunderschön mitfiebern kann. Was mir besonders gut gefallen hat, ist Clarys halber Nervenzusammenbruch. Im Buch war sie mir stellenweise doch etwas zu tough; hier sieht man allerdings ihre schwache Seite. Später wurde sie dann aber zu dieser Knallharten, die vor nichts Angst zu haben scheint. Damit konnte ich mich nicht so ganz anfreunden, dass ihr Charakter so stark gewechselt hat.

Jace hat mir auch nicht allzu gut gefallen. Die Liebesbeziehung schien nur von ihm auszugehen, deutlich gemacht an ständigen Blicken seinerseits. Natürlich war er sarkastisch und kalt, letzteres aber nur die ersten 15 Minuten. Danach hatte er dauernd ein leidendes Gesicht aufgesetzt, wenn Clary ihn abgewiesen oder zu Simon gegangen ist. Einmal ist das ja ganz schön, aber er schien einen Großteil des Films ständig kurz vorm Heulen zu sein.

Die Liebesbeziehung ist nach meinem Geschmack etwas zu kurz gekommen. Wenn man später davon redet, die beiden zu zerstören, indem man ihre Liebe zerstört, frage ich mich: Welche Liebe? Im Film sah es tatsächlich so aus, als hätte Jace sich in Clary verliebt und sie einmal rumgekriegt. Andersherum war da aber nich viel.

Am Ende wurde so einiges geändert. Ich kann mich nicht so ganz damit anfreunden, dass schon jetzt klar ist, dass das Inzestdrama eine Lüge ist. Mir leuchtet natürlich ein, warum das getan wurde: Viele Kinobesucher würde es wahrscheinlich abschrecken, zwei weitere Teile mit einem sich liebenden Geschwisterpärchen im Vordergrund zu sehen. Gleichzeitig frag ich mich, ob ihr Hadern in den Folgefilmen dann noch spannend ist, da man als Zuschauer die Wahrheit kennt und deswegen wohl weniger mitfiebert.

Trotz dieser Kritikpunkte hat der Film auch seine guten Seiten: Er ist verdammt lustig, und ich habe mich sehr gefreut, dass zahlreiche Zitate aus dem Buch vorkamen. Auch die Kampfszenen waren super, sodass die Hotelszene definitiv meine Liebste war.

Ich will nicht von dem Film abraten, allerdings sollte man schon das Buch gelesen haben (oder am besten alle 3), da der Film viele Dinge unerklärt ließ (Ich brauchte meine Zeit, bis ich darauf kam, wie Clary an den Fake-Kelch gekommen ist).
Außerdem sollte man, wenn es geht, das englische Original schauen, da die deutsche Synchro ziemlich grottig ist. 1. passen die Lippenbewegung nicht immer zum Gesagten und 2. sind die Stimmen von Clary und Jace sehr unterirdisch und vor allem emotionslos.

Für alle, die vom Film noch keine Ahnung haben, hier noch einmal der Trailer. Natürlich auf Englisch ;)


Kommentare:

  1. Ich fand ihn leider nur ok und nicht mehr. Ich bin geschlagene 3 Mal beim Showdown eingeschlafen und somit habe ich immer noch nicht das Ende gesehen:)
    Teddy<3

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    1. Hey Teddy,
      das ist echt bitter :D Eingeschlafen bin ich zwar nicht, aber das Ende war wirklich seeeehr lang gezogen

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