Donnerstag, 5. September 2013

Shannon Delany: 13 to Life


Everything about Jessie Gillmansen's life changed when her mother died. Now even her hometown of Junction is changing. Mysterious dark things are happening. All Jessie wants is to avoid more change. But while showing a hot new guy around Junction High, she's about to discover a whole new type of change, Pietr Rusakova is more than good looks and a fascinating accent - he's a guy with a dangerous secret. And his very existence is sure to bring big trouble to Jessie's small town. It seems change is the one thing Jessie can't avoid.


Jessie Gillmansen ist ein Mädchen, welches mit aller Macht versucht, ihre Normalität und seelische Gesundheit zu bewahren, nachdem ihre Mutter bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam. Sie versucht, gut zu sein, und kümmert sich sogar um die Unfallverursacherin, Sarah.
Als Pietr Rusakova neu in die Schule kommt, scheint sie die einzige zu sein, welche nicht sofort von ihm bezaubert ist. Ihr missfällt seine arrogante Art. Doch gleichzeitig fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Denn er scheint sie besser zu verstehen als die meisten anderen. Aber bald muss sie erkennen, dass ihn ein dunkles Geheimnis umgibt...

.... welches dem Leser spätestens nach ca. 20 Seiten mehr als klar ist. Pietr ist ein Werwolf - big surprise. Jessie ist ein bisschen langsam, wenn es darum geht, zu erkennen, was er wirklich ist. Sie arbeitet in der Schülerzeitung und recherchiert über Wolfangriffe, sieht Wolfsspuren die zu Fußspuren werden, wird Zeuge von Pietrs schneller Heilkraft, aber ihr kommt nie irgendein Verdacht. Ach ja, sie liest außerdem sehr gerne Romantasys, unter anderem Twilight, wo ja auch ein Werwolf vorkommt. Es heißt ja nicht, dass sie Pietr sofort durchschauen soll geschweigedenn ihre Überlegungen ernsthaft verknüpfen, aber dass ihn etwas Übernatürliches umgibt und dass er ein Werwolf sein könnte, so abstrus der Gedanke doch ist, darauf hätte sie kommen können. Diese Tatsache stört mich beim Lesen immer wieder, aber es gibt viel mehr Sachen, die mir besonders gut gefallen.

Abgesehen von ihrer Blödheit liebe ich die Figur Jessies. Sie opfert sich für andere auf, ist selbstlos und ist gleichzeitig diejenige, die am meisten leidet. Die Momente, in denen sie ihr wahres Ich erkennen lässt, haben mir grundsätzlich am besten gefallen. Auch ihre Fürsorge für Sarah ist bis zu einem gewissen Grade verständlich. Ihre Mutter hatte sie unmittelbar nach dem Unfall aufgefordert, erst Sarah zu retten, für ihre Mutter war dann keine Zeit mehr. Jessie sieht es nun als letzten Wunsch ihrer Mutter, dass sie sich um Sarah kümmert. Aber warum bringt sie Pietr dazu, mit Sarah zusammen zu kommen, nur damit es Sarah besser und ihr und Pietr schlechter geht? Mit der Selbstlosigkeit kann auch übertrieben werden, bis sie zu Dummheit wird.

13 to Life ist sicherlich kein Meilenstein in der Literatur bzw. Romantasy-Schiene, aber das Buch (mehrmals) zu lesen, macht sehr viel Spaß, weil Pietr und Jessie ein interessantes Gespann sind.
Eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Twilight und co.!

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