Dienstag, 24. Dezember 2013

[Film] Der Hobbit. Smaugs Einöde


Bilbos Reise mit den Zwergen und Gandalf zum einsamen Berg geht weiter. Auf ihrer Reise müssen sie wieder zahlreiche Abenteuer bestehen. Sie kämpfen gegen Riesenspinnen, werden von Elben eingesperrt und werden ununterbrochen von den Orks gejagt. Doch als sie den Berg erreichen, geht ihr Abenteuer erst richtig los. Denn Smaug ist erwacht und über die Eindringlinge nicht sehr erfreut.



Anmerkung: Ich schreiben über diesen Film nur Dinge, die mit der Umsetzung vom Buch zusammenhängen. Alles andere möchte ich ignorieren.

Das Buch Der Hobbit hat im Deutschen knapp unter 350 Seiten. Man versucht jetzt aber, fast 9 Stunden Film daraus zu machen. Leute, die rechnen können, merken, dass das erstmal so nicht aufgehen kann. Deswegen wurde einiges ergänzt. Davon sind einige Passagen aus anderen Werken Tolkiens entnehmbar (Gandalfs Abwesenheit), anderes ist völlig frei dazu erfunden.
Natürlich kann man ein paar Sachen dazu dichten, um den Film zu strecken, allerdings sollte es noch Anklänge ans Original haben. Besonders aufgestoßen ist mir die Liebesgeschichte zwischen einer Elbin und einem Zwerg. Wo gibt es so etwas bitte? Beide Rassen können sich grundsätzlich NICHT leiden, hier scheint es allerdings kein Problem zu sein. Es wird noch nicht einmal thematisiert, dass das unnormal ist. Ich weiß nicht, ob damit ein paar Mädchen mehr in die Kinos gelockt werden sollten, aber halt, Nein, dafür wurde doch Legolas (Orlando Bloom) in die Geschichte eingebracht, obwohl er darin nichts zu suchen hat.
Es werden völlig neue Erzählstränge geschaffen, die die Geschichte unnötig aufplustern und so auch zu lang werden lässt. So habe ich gegen Ende häufig auf die Uhr geschaut und mich gefragt, wann der Film zu ende sein würde.

Nun zu den Figuren/ihren Charakterentwicklungen. Im Buch sind die Zwerge eine Rasse, der Gold am wichtigsten ist. Sie haben kein wirkliches Ehrgefühl und haben keinerlei Vertrauen in Bilbo. Sie sind bereit, ihn zu opfern, und nutzen ihn schamlos aus. Sobald sie an den Schatz gelangen, vergessen sie ihren Auftrag gänzlich.
Im Film wurden die Zwerge heoisiert. Zwar hegen sie am Anfang und auch zwischendurch Misstrauen gegenüber Bilbo, nehmen ihn aber doch in die Gemeinschaft auf. In diesem Film wird einmal kurz angedeutet, dass Thorin gierig nach dem Arkenstein wird, hinterher ist es aber dann wieder egal, weil die Zwerge viel lieber gegen Smaug kämpfen wollen, obwohl sie wissen, dass er nahezu unbesiegbar ist. So zieht sich der Endkampf, welcher von Anfang an aussichtslos ist, unnötig hin.
Im Buch war so bemerkenswert, dass die Zwerge mit Smaug kaum etwas am Hut haben und Bilbo aufopfern. Sie warten am Tor, während Bilbo sein Leben für sie riskiert. Das erklärt dann Bilbos spätere Handlungsweisen. Hier sehe ich allerdings nicht, wie der letzte Film auch nur entfernt mit dem Ende des Buches übereinstimmen soll. Die Charaktere und daher ihre Handlungsweisen stimmen einfach nicht überein.

Ich habe nichts gegen Modifizierungen, das kann manchmal auch ganz gut klappen. Doch man sollte der Vorlage treu bleiben. Doch wenn die Figuren verändert werden und der Film auf Gedeih und Verderb in die Länge gezogen wird, dann finde ich das echt übel. Aus diesem Grunde werde ich mir den letzten Teil nicht mehr im Kino ansehen. Ich glaube nicht, dass da im Bezug auf das Buch noch etwas Gutes draus werden kann.

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