Donnerstag, 16. Januar 2014

Courtney Cole: If you stay. Füreinander bestimmt (Beautifully Broken 1)




Seit dem Unfalltod ihrer Eltern hält die 22-jährige Mia zusammen mit ihrer Schwester das Familienrestaurant am Laufen. Nebenbei hat sie ein kleines Atelier als Künstlerin und ist überzeugte Single-Frau. Das ändert sich, als den 24-jährigen Pax Tate kennenlernt. Pax ist auf den ersten Blick alles andere als ein Traummann: Tätowiert, knallhart und mit schlechtem Benehmen. Doch ausgerechnet Pax bringt in Mia eine Seite zum Schwingen, die sie vorher noch nicht kannte - und sie in ihm auch.



Mila findet eines Nachts einen bewusstlosen Mann in seinem Auto, er droht an einer Überdosis zu sterben. Sie ruft den Notarzt und besucht ihn im Krankenhaus. Auch wenn Pax gar nicht in ihre Welt passt, fühlt sich Mila zu ihm hingezogen, und Pax, der noch nie eine richtige Beziehung geführt hat, interessiert sich ebenfalls mit Mila. Aber kann er seine dunkle Vergangenheit für sie hinter sich lassen?

Dieser erotische Liebesroman bedient sich einerseits einer recht derben Sprache, andererseits bedient er sich vieler kitschiger Floskeln. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, all das schonmal gelesen zu haben. Teilweise klang es so abgedroschen, dass ich lachen musste, obwohl es gar nicht angebracht war.

Mila und Pax fühlen sich ab dem zweiten Mal, das sie sich sehen, zueinander hingezogen. Ohne Grund. Sie selber denken oft, dass sie nicht erklären können, was sie an der anderen Person (am Anfang) finden. Ich glaube zwar an so etwas wie Anziehung/Liebe auf den ersten Blick, ein bisschen Begründung wäre aber auch ganz schön gewesen.

Die Charaktere sind leider auch eher stereotyp gehalten. Pax ist der Bad Boy, welcher mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat. Als Mila auf der Bildfläche erscheint, will er sich für sie ändern, und sie unterstützt ihn natürlich nach Leibeskräften.
Mila ist das zierliche, zerbrechliche Mädchen, welches sich Sicherheit wünscht, sodass Pax eigentlich der komplett Falsche für sie ist. Trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen und will ihm helfen.

Insgesamt fehlen mir oft, obwohl abwechselnd aus der Perspektive Milas und Pax' geschrieben wird, ausführliche Gedanken oder Gefühle. So werden manche Handlungsweisen unverständlich oder unlogisch.

Das Ende ist ziemlich kitschig und enthält einen Logikfehler, den ich echt ziemlich dämlich fand.

Aber ich will ja nicht nur meckern ... Die Story lässt sich an sich gut lesen und ist unterhaltsam. Es wird nicht langweilig, und die Seiten fliegen nur dahin.

Der Roman ist somit für mich eher durchschnittlich. Vor allem sprachlich lässt er ziemlich zu wünschen übrig, und auch die Charaktere und die Handlung sind nicht immer glaubwürdig. Nichtsdestotrotz ist er ganz nett zu lesen. Mehr aber dann auch wieder nicht.

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