Freitag, 9. Mai 2014

Holly Bourne: This is not a love story

Was die große Liebe mit dir machen kann
An die wahre Liebe hat die 17-jährige Penny nie geglaubt. Bis sie eines Abends bei einem Konzertbesuch auf Noah trifft. Wie ein Magnet fühlt sie sich von ihm angezogen - und Noah geht es anscheinend nicht anders. Sie spürt die gewaltige Kraft der Gefühle und lässt Noah doch mit dem ihr eigenen Sarkasmus abblitzen. Erst als sie sich ein paar Monate später wiedersehen, ist klar: Penny und Noah können nicht voneinander lassen. Doch je näher sie sich kommen, desto gefährlicher scheint ihre Leidenschaft für sie und ihre Umgebung zu sein ... Ist diese Liebe zu groß für sie?
Die eine, die große Liebe, so elektrisierend, dass es wehtut!



Penny ist der festen Überzeugung, dass alle Jungen in ihrem Alter Müll sind. Deswegen hat sie sich noch nie für sie interessiert. Alles ändert sich, als sie bei einem Konzert den Gitarristen Noah kennengelernt. Obwohl er überhaupt nicht ihr Typ sein sollte und er anfangs sehr arrogant rüberkommt, kann sie sich ihm nicht entziehen. Trotzdem kämpft sie dagegen an. Doch kann man auseinander bringen, was die Natur so sehr zusammenschweißen will?

Zu Beginn treffen wir auf Penny, ein Mädchen, das
alle Liebesfilme für Quatsch hält und davon überzeugt ist, dass sie sich in naher Zukunft nicht verlieben wird. Sie ist ein toughes Mädchen, welches gesundheitlich durch plötzlich auftretende Panikattacken eingeschränkt wird. Dieses Bild Pennys wird relativ schnell zerstört, nachdem sie sich dann doch in Noah verliebt. Sie wird zum wandelnden Klischee, und die Tatsache, dass sie genau das immer wieder thematisiert, macht die Sache auch nicht besser. Auch wenn Noah ihr idealer Partner ist, wird auf der Kitschebene doch maßlos übertrieben.

Aus diesem Grunde ist man mit dem Titel auch ziemlich schlecht beraten. Ich glaube, ich habe selten etwas kitschigeres gelesen. Zwar deutet der Titel auf die große Auflösung am Ende hin, ich hätte aber trotzdem nicht damit gerechnet, dass der Kitsch hier so die Überhand gewinnt. Das fand ich echt schade. Denn wenn man sich zum x-ten Mal sagt, wie sehr man sich vermisst und wie sehr man sich liebt, dann ist es nicht mehr nur langweilig, sondern auch nervig.

Sprachlich ist das Buch durchaus gelungen. Es gibt lustige Passagen, aber auch sehr ernste. Bournes Schreibstil zeichnet sich durch viel Bildlichkeit aus, was mit gut gefallen hat.

Ein weiteres Manko ist der Showdown am Ende. Ich finde, dass er erstens zu schnell von Statten geht und dass er zweitens auch maßlos übertrieben ist. Es geht Schlag auf Kopf, und ehe man sich versieht, ist das Ende da. Das Ende-Ende (also wirklich der Schluss) ist wieder sehr gelungen. Ich habe schon vermehrt gelesen, dass vielen der Ausgang des Romans nicht gefällt, ich fand ihn dagegen überaus passend und gelungen.

Ich möchte das Buch gar nicht schlecht machen, insgesamt hat es mich recht gut unterhalten, potentielle Leser sollten sich nur nicht vom Buchtitel in die irre führen lassen. This is not a love story ist eine typische Liebesgeschichte, welche mit Kitsch nur so um sich schmeißt.

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