Dienstag, 27. Mai 2014

Stephen King: Needful Things. In einer kleinen Stadt



Needful Things: so nennt sich der Laden, den Leland Gaunt, der Fremde von irgendwoher, in Castle Rock eröffnet. Jeder findet bei ihm, was er zu seinem Leben braucht. Und alles hat seinen Preis ...
In diesem Buch gelang Stephen King, dessen erzählerische Kraft schon Millionen von Lesern passionierte, eine neue Version von Unsere kleine Stadt: Keine Idylle, sondern ein Alptraum.

Die Kleinstadt Castle Rock im Staate Maine gerät völlig aus den Fugen, als der Laden "Needful Things" neu eröffnet. Der Inhaber, Leland Gaunt, scheint für jeden genau das zu haben, was er sich schon immer sehnlichst gewünscht hat. Die Käufer können ihren Augen kaum trauen, wenn sie die Preise sehen. Gaunt bietet seine Ware überaus billig ein; der Käufer muss zum Geldbetrag lediglich zusätzlich einen kleinen Streich spielen.
Was anfangs harmlos beginnt, lässt bald die tief verwurzelten Konflikte der Bewohner zum Vorschein treten. Sie werden gegeneinander ausgespielt und sind Gaunt hilflos ausgeliefert.



"Jeder möchte etwas umsonst haben - selbst wenn es ihn alles kostet." S. 636.

Stephen King schafft es hier, wie so oft, eine Horrorgeschichte zu schreiben, die (fast) ohne Übernatürliches auskommt. Er kitzelt das Böse aus jedem einzelnen Menschen heraus, was die Erzählungen immer so echt erscheinen lässt. Die Beweggründe und Handlungen der Figuren sind bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Dann erreicht die Geschichte jedoch den Punkt, an dem alles umschwingt und die Stadt im Chaos versinkt.

Das Personal des Romans ist groß. Um Gaunts Macht zu zeigen, bedarf es einer Menge Leute, um zu beweisen, dass die gesamte Stadt von ihm infiziert worden ist. Leider war es auch teilweise etwas unübersichtlich. Personen sind zwischenzeitlich gar nicht mehr vorgekommen oder nicht so weit vorgestellt, dass der Leser etwas mit ihnen anfangen konnte. Andererseits gibt es natürlich auch Personen wie Buster oder Polly, die man sich aufs Genaueste vorstellen kann.

Das Grundkonzept des Romans ist recht einfach, und doch funktioniert es perfekt. Wie es Stephen Kings Art ist, nimmt er sich am Anfang viel Zeit, um die Figuren einzuführen. Ist die Kacke einmal so richtig am dampfen, nimmt die Handlung sehr schnell an Fahrt auf.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Needful Things ein Roman ist, welcher charakteristisch für Stephen King ist. Der Roman sucht den Horror im Menschen und nicht in Monstern.

Kommentare:

  1. Das Buch hab ich schon lang nicht mehr gelesen, aber den Film schon soooo oft gesehen :) der ist echt toll, das Buch gefiel mir aber auch durchaus gut

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    1. Den Film habe ich leider bisher nicht gesehen. Ich werd's dann aber demnächst mal nachholen :)

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