Dienstag, 11. November 2014

George R. R. Martin: A Clash of Kings (Song of Ice and Fire 2)

Quelle: awoiaf.westeros.org


In this eagerly awaited sequel to A Game of Thrones, George R. R. Martin has created a work of unsurpassed vision, power, and imagination. A Clash of Kings transports us to a world of revelry and revenge, wizardry and warfare unlike any you have ever expected.
A comet the color of blood and flame cuts across the sky. And from the ancient citadel of Dragonstone to the forbidding shores of Winterfell, chaos reigns. Six factions struggle for control of a divided land and the Iron Throne of the Seven Kingdoms, preparing to stake their claims through tempest, turmoil, and war. It is a tale in which brother plots against brother and the dead rise to walk in the night. Here a princess masquerades as an orphan boy; a knight of the mind prepares a poison for a treacherous sorceress; and wild men descend from the Mountains of the Moon to ravage the countryside. Against a backdrop of incest and fratricide, alchemy and murder, victory may go to the men and women possessed of the coldest steel ... and the coldest hearts. For when kings clash, the whole land trembles.



Nach dem Tod Ned Starks, der Hand des Königs, hat sich so einiges verändert. Sansa ist immer noch Joffrey, dem neuen König der Sieben Königreiche, versprochen, auch wenn sie ihn mittlerweile mehr als alles andere verachtet. Arya konnte mithilfe von Yoren aus King's Landing flüchten und hofft, sicher nach Winterfell zurückzugelangen. Bran ist nun Herr von Winterfell und muss sich mit den Belangen seiner Untergebenen befassen. Gleichzeitig entwickelt er seine Fähigkeiten, in den Kopf seines Wolfes Summer einzudringen, immer weiter. Catelyn Stark reist immer noch mit ihrem Sohn Robb, dem König des Nordens. Doch sie bemerkt, dass sie unerwünscht ist und dass er andere Ziele hat als sie. Trennen sich ihre Wege? Tyrion Lannister ist die neue Hand des Königs und muss sich mit so einigem herumschlagen. Er hat das Wohl des gesamten Königreichs im Kopf und muss dabei doch immer gegen seine Schwester Cersei kämpfen, welche sich ihm grundsätzlich in den Weg stellt. Theon Greyjoy, einstiger Mündel der Starks, ist nach Pyke zurückgekehrt, in der Hoffnung, dort sein Erbe anzutreten. Doch bald stellt er fest, dass ein Name nicht alles ist und er sich einen Ruf machen muss, bevor er von seinem Vater anerkannt wird. Davos, bekannt als der Zwiebelritter, dient König Stannis. Aber Stannis wird von einer neuen Macht beherrscht, der roten Priesterin Melisandre, welche nicht vor dunkler Magie zurückschreckt, um Stannis seinen verdienten Thron zu geben. Jon rückt mit einigen Brüdern der Night's Watch aus, um seinen Onkel Benjen zu suchen sowie die Wildlinge, die sich immer näher an die Mauer trauen, zurückzutreiben. Daenerys zieht mit ihrem Khalasar und ihren Drachen durch die dorthrakische Wüste auf der Suche nach weiteren Anhängern. Kann sie den reichen Menschen, die um sie buhlen, trauen oder wollen sie lediglich ihre Drachen - die letzten Drachen, die es gibt?

Wie an der Inhaltsangabe ersichtlich (die ich diesmal mithilfe der erzählenden Figuren angefertigt habe), geschieht wieder einmal überaus viel. Besonders spannend sind die neu dazugekommenen Erzählstränge von Theon und Davos, welche es erneut erlauben, verschiedene Positionen miterleben zu dürfen. Vor allem Theon ist da eine große Herausforderung, weil er ein großes Ekelpaket ist, welches zu Recht von niemandem so richtig akzeptiert wird. 
Manche Erzählstränge sind voller Action, andere wiederum sind ruhiger. Manche Figuren kommen häufiger zur Sprache, andere weniger, was immer davon abhängt, wohin die Gesamthandlung führt. Am liebsten habe ich dieses Mal die Erzählstränge von Jon, Tyrion und Arya gelesen. Daenerys' Erzählung ist ein bisschen eventloser als im 1. Teil, dafür weiß ich, dass es im nächsten wieder spannender werden wird ;)
Auch wenn nicht alle Figuren immer so viel zu sagen haben, bricht die Spannung an keinem Punkt wirklich ab. Der eine Erzählstrang endet an einer spannenden Stelle, um am anderen Ende der Welt weiter zu machen, sodass der Leser geradezu gezwungen ist, weiterzulesen.

Die Welt, die George R. R. Martin in A Game of Thrones aufgebaut hat, wird im zweiten Teil noch viel weiter entfaltet. Alles scheint schärfere Konturen anzunehmen, und die Probleme, die man im ersten Teil ob des großen Personeninventars haben mochte, hatte ich bei diesem Teil überhaupt nicht. Die meisten Figuren kannte ich schon, sodass ein paar weitere nicht so sehr geschadet haben. Das Verständnis der gesamten Welt wird erweitert, und wir besuchen mit den Figuren Orte, von denen bisher nur die Rede war.

Beim ersten Teil habe ich kritisiert, dass ein paar Figuren auf eine oder wenige Charaktereigenschaften reduziert werden und deshalb eher starr sind. Dieses Gefühl überkam mich jetzt überhaupt nicht. Man hat deutlich gemerkt, dass sich die Figuren neuen Gegebenheiten anpassen und damit verändern mussten. Sie alle haben ein paar Wendungen durchgemacht, die sie um einiges interessanter machen. Sansa zum Beispiel war das Naivchen, welches sich mit Haut und Haaren Joffrey verschrieben hatte. Nun muss sie alles geben, um ihm weiter zu gefallen, dabei verachtet sie ihn, weil er für den Tod ihres Vaters Ned verantwortlich ist.
Die Figuren werden mit sehr viel mehr Leben gefüllt, sodass man sich mit (fast) allen ein Stück weit identifizieren kann. Ihre Motive werden klar, und selbst die Bösewichte sind in ihrer Art irgendwie sympathisch. Ich finde beispielsweise Cersei, die Mutter Joffreys, mehr als interessant und bin gespannt, wie sie sich weiterentwickeln wird.

Ich verbleibe nach dem zweiten Teil also erwartungsvoll für die nächsten Teile, die bald folgen mögen.


A Song of Ice and Fire - die Reihe

A Game of Thrones
A Clash of Kings
A Storm of Swords
A Feast for CrowsA Dance with Dragons
The Winds of Winter (noch nicht erschienen)
A Dream of Spring (noch nicht erschienen)

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