Freitag, 26. Dezember 2014

Charles Dickens: A Christmas Carol

Quelle: en.wikipedia.org

A Christmas Carol erzählt die Geschichte von Ebenezer Scrooge. Scrooge ist geizig und unfreundlich zu anderen. Er scheint keinerlei Liebe in sich zu tragen. In der Nacht zu Weihnachten erscheinen ihm drei Geister, welche ihm mehr als anschaulich zeigen, was er mit seinem Verhalten verursacht und wie viel besser es ihm gehen könnte, wenn er sich änderte. Kann er noch geläutert werden?



Ich denke, Dickens Geschichte kann so ziemlich jeder nacherzählen, auch wenn er das Buch nicht selber gelesen hat. Es gibt zahlreiche Verfilmungen, und die Geschichte lässt sich immer und immer wieder erzählen. Trotzdem ist es etwas ganz anderes, nicht nur eine Paraphrase zu erhalten.

Der erste Geist, Christmas Past, entführt Scrooge in dessen eigene Kindheit. Damals hat Scrooge Weihnachten noch so genossen, wie es sich für ein Kind gehört. Doch jetzt ist seine Arbeit höchste Priorität. Alle Menschen in seinem Umfeld leiden seinetwegen. Der Geist von Christmas Present zeigt, wie die anderen Weihnachten feiern und was sie von Scrooge halten. Ich habe allerdings immer den Eindruck, dass der Geist des Christmas Yet to Come den größten Eindruck auf Scrooge macht. Der Geist zeigt die Reaktion der Mitmenschen nach Scrooges Tod. Niemand ist wirklich traurig deswegen, stattdessen sorgt man sich um sein Erbe sowie sein Hab und Gut. Wenn sich die Menschen an ihn erinnern, dann haben sie nur negative Gedanken dabei. Andere kennen ihn kaum und können überhaupt nichts über ihn sagen.


Für mich sagt A Christmas Carol ganz viel darüber aus, wie Weihnachten sein sollte. Wenigstens einmal im Jahr sollte man es schaffen, sich in Ruhe zusammenzusetzen und sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Unabhängig von irgendwelchen christlichen Vorstellungen ist Weihnachten das Fest für Familie, Freundschaft und Liebe.
Ebenezer Scrooge steht sich die meiste Zeit selbst im Weg. Erst nachdem ihm die Geister die Augen geöffnet haben, gibt er sich selber die Chance, glücklich zu sein. Anderen Leuten eine Freude zu machen, ist eine der größten Freuden für mich. Scrooge lernt genau dasselbe. Mit anderen glücklich zu sein, macht viel mehr Spaß, als einsam und allein auf seinem Thrönchen zu sitzen.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten!

1 Kommentar:

  1. Ah ein Weihnachts-Klassiker! Ich muss sagen, dass ich als Kind das erste Mal über Donald Duck & Co. an diese Geschichte herangeführt wurde, mit denen es ja auch eine "Verfilmung" des Stoffes gibt - ich meine sogar, Onkel Dagobert hat seinen Namen von Ebenezer - im Original heißt er ja Scrooge McDuck ...

    Und genau deswegen, weil es bei dir auch immer mal wieder schöne Klassiker zu sehen gibt, habe ich dich für den Liebster Award getaggt, würde mich freuen, wenn du mitmachst :)
    http://klingenfaenger.blogspot.com/2014/12/tag-liebster-award.html

    Liebe Grüße,
    Patrick

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